5.1.2.1.Eigenkapitalersatz-Gesetz (EKEG)

Bisher gab es in Österreich keine Regelung, wie eigenkapitalersetzende Gesellschafterleistungen rechtlich einzuordnen und zu behandeln sind. Beispiel einer eigenkapitalersetzenden Gesellschafterleistung ist etwa ein Darlehen, das der Gesellschafter seiner notleidenden Gesellschaft gewährt, um ihr Weiterleben zu ermöglichen, anstelle einer formellen Kapitalerhöhung. Die Judikatur hat sich in diesen Fragen bisher großteils der bundesdeutschen Rechtslage angeschlossen. Mit dem Bundesgesetz über Eigenkapital ersetzende Gesellschafterleistungen, BGBl I 92/2003, möchte Österreich jetzt einen eigenen Weg gehen. Dieses Gesetz ist Hauptteil der Gesellschafts- und Insolvenzrechtsnovelle 2003.

Literatur: Gruber, Eigenkapital ersetzende Gesellschafterleistungen, SWK 2004, 43; Reich-Rohrwig, Das neue Eigenkapitalersatzgesetz, ecolex 2004, 106; Harrer, Das neue Eigenkapitalersatzrecht, wbl 2004, 201; Höller, Zum zeitlichen Anwendungsbereich des EKEG, ecolex 2004, 452; Zehetner/Bauer, Mittelbare Beteiligungen und Konzern im neuen EKEG, ÖJZ 2004, 747; Trenkwalder/Thornton, Pfandbestellung und Eigenkapitalersatz, ecolex 2011, 14.

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