3.2.1.2.Rechte des Betriebsrates

(Den Zustimmungsrechten nach § 96 ArbVG ist ein eigener Artikel gewidmet)

des nicht-freigestellten BR-Mitglieds: OGH 28.10.2013, 8 ObA 53/13g, EvBl 2014/57, 407 (Mobiltelefon).

Das Recht des BR, in Personalunterlagen einzusehen, umfaßt nicht den direkten Zugriff auf EDV-gespeicherte Daten. Der BR muß sich mit einem Ausdruck der gespeicherten Daten begnügen: OGH 04.06.2003, 9 ObA 3/03m, ecolex 2003/320, 779 = RdW 2003/576, 660 = EvBl 2004/3 = wbl 2004/34, 88 = DRdA 2004/23, 343.

In größeren Betrieben darf der Betriebsrat vom Betriebsinhaber die Beistellung einer Sekretärin fordern: OGH 20.08.2008, 9 ObA 89/07i, wbl 2009/38, 90 = EvBl 2009/16, 122 = Arb 12.765 = DRdA 2010/14, 224.

Verwendet der Betriebsinhaber Daten von Arbeitnehmern, so hat der Betriebsrat keine Unterlassungsansprüche nach dem Datenschutzgesetz, weil er selbst nicht "Betroffener" ist: OGH 29.06.2006, 6 ObA 1/06z, wbl 2006/263, 579 = DRdA 2007/45, 397.

Keine Klagslegitimation des BR für privatrechtliche Ansprüche der Arbeitnehmer aus Kollektivverträgen: OGH 15.12.2009, 9 ObA 112/09z, wbl 2010/77, 196 = ecolex 2010/173, 486 (Ruhezeitbestimmungen).

- (§ 105 Abs 2 ArbVG) - Die spontane Äußerung des Betriebsratsvorsitzenden zur soeben mitgeteilten Kündigungsabsicht ist keine Zustimmung des Betriebsrates nach § 105 Abs 2 ArbVG: OGH 22.10.2010, 9 ObA 100/10m, ARD 6143/8/2011.

– ( § 115 Abs 3 ArbVG ) – Zur Aktivlegitimation: OGH 29.11.2016, 9 ObA 95/16k, ARD 6535/6/2017 (Abnahme der Büroschlüssel).

  • Der Betriebsrat: Interessenvertretung versus Geheimhaltungspflichten, DRdA 2016, 169
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