1.6.1.Schaden durch Unterlassung

Wer durch die Unterlassung einer gebotenen Handlung geschädigt wurde, tut sich schwer: Wie kann er die Kausalität beweisen, also: daß er besser gestellt wäre, wenn sich der Schädiger pflichtgemäß verhalten hätte? Der OGH (22.10.2003, 9 Ob 127/03x, RdW 2004/174, 208) sieht daher den Beweis schon dann als gelungen an, wenn es dem Geschädigten gelingt darzutun, daß die Geschehnisse mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit so und nicht anders abgelaufen wären.

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