2.3.5.2.Schäden an Haus und Wohnung

Erhaltungspflichten: ( § 16 WEG )

Abnutzungen oder Schäden an Wohnungseigentumsobjekten und deren Einrichtungen, wie etwa Leitungen oder Sanitäranlagen, hat der Wohnungseigentümer grundsätzlich selbst zu beseitigen (§ 16 Abs.3 WEG).

Erhaltungspflicht der Gemeinschaft – (§ 16 Abs 2 WEG) – Darunter fallen zunächst alle ernsten Schäden des Hauses. Zum Begriff des "ernsten Schadens" siehe § 3 Abs 2 Z 2 MRG. Die Erhaltungspflicht der Gemeinschaft umfaßt auch die Vor- und Nacharbeiten, wie etwa die Neuverlegung eines entfernten Bodenbelags: OGH 13.03.2018, 5 Ob 15/18v, immolex 2018/61, 184 (Wassereintritt)

Ernste Schäden sind immer durch die Wohnungseigentümergemeinschaft zu beheben (§ 28 Abs.1 Z.1 WEG); auch dann, wenn sie in einer Wohnung auftreten. Läßt der Wohnungseigentümer solche Schäden auf eigene Kosten beheben, so kann er im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren den Kostenersatz durch die WE-Gemeinschaft begehren: OGH 03.04.2007, 5 Ob 19/07s, wobl 2007/113, 286.

Schimmelbildung als "ernster Schaden" des Hauses: OGH 28.04.2015, 5 Ob 80/15y, immolex 2015/72, 246.

Unter die Erhaltungspflicht der Gemeinschaft fallen sodann alle Schäden an allgemeinen Teilen des Hauses; also alle Arbeiten an der Außenhaut des Hauses, wie etwa Verbundfenster: OGH 31.08.2010, 5 Ob 123/10i, EvBl 2010/156, 1074.

In die Erhaltungspflicht der Eigentümergemeinschaft fallen weiter solche Schäden, die durch nachträglichen Dachbodenausbau entstanden sind: OGH 24.11.2009, 5 Ob 63/09i, Zak 2010/116, 77.

Erhaltungspflicht für Dachterrasse: OGH 13.03.2018, 5 Ob 15/18v, Zak 2018/292, 155. Geteilte Erhaltungspflicht bei Parkwippe: OGH 23.09.2010, 5 Ob 109/10f, Zak 2010/719, 414 = NZ 2011/39, 149 = immolex 2011/82, 249.

  • Schimmelbildung im Gebäude im Bereich des Wohnungseigentums, immolex 2012, 338

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