1.2.1.4.Kinder

1. Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern vom 15.02.2011, BGBl I 2011/4.

Literatur dazu: Barth, Das Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern, iFamz 2011, 60.

2. Namensrecht: Kindschafts- und Namensrechts-Änderungsgesetz 2013 – KindNamRÄG 2013 BGBl I 2013/15 – Siehe dazu Beclin, Die wichtigsten materiellrechtlichen Änderungen des KindNamRÄG 2013, Zak 2013/7, 4; Schürz, Das Namensrecht nach dem KindNamRÄG 2012, Zak 2012/727, 387; Deixler-Hübner, Neue verfahrensrechtliche Instrumentarien im KindNamRÄG 2013, Zak 2013/8, 9.

3. Heilbehandlungen: Für eine bloße Ausnüchterung des minderjährigen Kindes im Spital kommt die Gebietskrankenkasse nicht auf. Die Spitalskosten treffen die Eltern: OGH 27.01.2009, 10 ObS 99/08v, EF-Z 2009/85, 110 = ZAS 2010/15, 87 = DRdA 2010/45, 482 (differenziert).

Siehe dazu auch Beig, Tätowierungen und Piercings Minderjähriger, EF-Z 2009/68, 86.

4. Religionsübung: Beschneidung (Zirkumzäsion) unmündiger Kinder ist in Deutschland als Körperverletzung strafbar: LG Köln 07.05.2012, 151 Ns 169/11, EF-Z 2012/128, 215. Zustimmend dazu Bernat, Die rituelle Beschneidung nichteinwilligungsfähiger Knaben, EF-Z 2012/121, 196, mit den Hauptargumenten, das Schädigungspotential der Beschneidung sei größer als ihr Nutzen(!) und, das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit gehe dem Recht der Eltern(!) auf Religionsausübung vor. Ein Recht des unmündigen Kindes auf Religionsausübung wird damit offenbar – entgegen Art 9 Abs 1 EMRK– verneint. Anderer Auffassung Strasser, Religiöse Rechtfertigung – was dürfen Eltern im Namen der Religionsfreiheit?, iFamZ 2012, 220; Wallner, Die Beschneidung von nicht einwilligungsfähigen Knaben, RdM 2012/144, 277.

Siehe dazu auch den Erlaß des Bundesministeriums für Justiz vom 31.07.2012, BMJ-S120.001/0003-IV/2012.

5. Vermögensverwaltung: Siehe dazu Trentinaglia, Zur Veranlagung von Geld zugunsten eines minderjährigen Kindes, iFamZ 2014, 7.

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