8.3.4.5.Das Versäumungsurteil

(§§ 397a und 442a ZPO)

1. Säumnis des Klägers: Wird ohne erste Tagsatzung die Klagebeantwortung schriftlich aufgetragen und versäumt der Kläger sodann die erste mündliche Streitverhandlung, so ist kein unechtes, sondern ein echtes Versäumungsurteil zu fällen: OGH 29.10.1998, 2 Ob 274/98b; JBl 1999, 329.

Dem säumigen Kläger steht vor dem Bezirksgericht kein Widerspruch gegen das Versäumungsurteil zu: OGH 11.08.2005, 2 Ob 134/05b, EvBl 2006/7, 32; OGH 11.08.2005, 2 Ob 134/05b, JBl 2006, 323.

Literatur: Annerl, Die Unzuständigkeitseinrede im Widerspruch gegen ein Versäumungsurteil, ÖJZ 2009/91, 839; Strauss, Die Bekämpfung von Versäumungsurteilen wegen Zustellmängel, ÖJZ 2010/75, 695.

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