1.6.12.Verbindlichkeit als Schaden

Ein Schaden ist bereits dann eingetreten, wenn dem Geschädigten eine Verbindlichkeit entstanden ist. Ob der Geschädigte die Verbindlichkeit getilgt hat oder nicht, ist nicht mehr von Bedeutung. Der Geschädigte kann also vom Schädiger begehren, daß dieser ihn von der Verbindlichkeit befreit (OGH 07.12.2001, 7 Ob 274/01x, RdW 2002/401).

Ein Elternteil ist berechtigt, jenen Schaden im eigenen Namen einzuklagen, der ihm aufgrund seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht durch die Heilungskosten seines unterhaltsberechtigten Kindes entstanden ist. § 1358 ABGB ist insofern analog anzuwenden: OGH 25.04.2018, 2 Ob 18/18p, ZVR 2018/220, 402.

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