2.2.3.7.Aufwandersatz für Investitionen des Mieters

(§ 10 MRG)

1. Der Anspruch auf Aufwandersatz ("Investablöse") muß spätestens mit der Auflösung des Hauptmietverhältnisses geltend gemacht werden, bei Räumungstiteln binnen zwei Monaten ab Rechtskraft (§ 10 Abs.4 MRG), sonst erlischt er: OGH 21.01.2003, 5 0b 293/02b, ecolex 2004/7, 28 = wobl 2004/2, 15. Der Anspruch muß beziffert werden: OGH 07.10.2003, 5 Ob 193/03y, RdW 2004/254, 277.

Zur Aufklärungspflicht des Vermieters nach § 10 Abs 4a MRG: OGH 20.12.2010, 5 Ob 181/10v, immolex 2011/LS 11, 36 = RdW 2011/207, 215 = immolex 2011/56, 183.

2. Der Hauptmieter kann nach Beendigung des Mietvertrages auch für solche Investitionen Ersatz nach § 10 MRG verlangen, die nicht er, sondern sein Untermieter gemacht hat: OGH 09.11.1999, 5 Ob 287/99p; EvBl 2000/88.

3. Wesentliche Verbesserung: Diese Voraussetzung fehlt bei bloßem Austausch bereits gleichwertig vorhandener - allenfalls auch schadhaft gewordener - Gegenstände: OGH 13.01.2009, 5 Ob 193/08f, wobl 2009/100, 276 (Therme - Rechtslage vor der WRN 2006!). Keine wesentliche Verbesserung auch bei Montage eines Nachzähler-Sicherungsverteilers: OGH 03.06.2008, 5 Ob 72/08m, wobl 2009/99, 275.

4. Einzelfälle: Kosten für den Einbau einer geförderten Sicherheitstüre sind ersetzbar: OGH 21.02.2014, 5 Ob 7/14m, wobl 2014/57, 160.

Literatur dazu: Kothbauer, Investitionskostenersatz für Mieter, immolex 2011, 256.

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