Konflikte in Familie und Partnerschaft

Zweck einer Partner­schaft ist der gemeinsame Erwerb und Genuß von Früchten. Die materiellen Früchte einer Partner­schaft zwischen Mann und Frau sind Vermögen und Kinder.

Solange die Partner­schaft intakt ist, kann jeder Teil die Früchte ganz genießen. Ist die Partner­schaft beendet, so kann es notwendig nur mehr einer sein, der die Früchte ganz genießt. Genoß dieser zuvor gemeinsam, so genießt er nun für sich allein und dem anderen bleibt nichts.

Dieser ungerechte Zustand kann nur gerechtes Teilen beseitigt werden, indem entweder geteilte Früchte ganz genossen oder die ganzen Früchte geteilt genossen werden. Die erste Lösung steht nur dem Vermögen offen, bei Kindern ist nur die zweite möglich. Bei der Aufteilung der Obsorge über Kinder und des Kontaktes zu ihnen geht das Kindeswohl den indivi­duellen Interessen der Eltern vor.

Was im Einzelfall gerecht ist, sagt das Gesetz leider nicht. Es gibt nur wenige allgemeine Richt­linien vor und bestimmt, auf welche Weise ein gerechtes Ergebnis erzwungen werden kann: durch die Hilfe der Gerichte. Wer mit dem, was Gerichte im Einzel­fall für gerecht halten, nicht über­ein­stimmt, der wird seine Ziele nur außer­gerichtlich mit alter­nativen Konflikt­lösungs­methoden erreichen.

Teilungsergebnisse im familiären Bereich wirken oft für das ganze restliche Leben. Wer es dem Zufall überläßt, ob sein Teilungsergebnis gerecht wird oder nicht, wird ein negatives Ergebnis oft später nicht mehr korrigieren können.

Fazit: Wer ein gerechtes Ergebnis anstrebt, überläßt nichts dem Zufall, sondern investiert besser besondere Sorgfalt in den Teilungs-Prozeß. Und zwar Sorgfalt

  1. in die Auswahl des geeigneten Prozesses,
  2. in dessen Vorbereitung,
  3. in die Bestimmung des richtigen Zeitpunktes für den Beginn und
  4. in die Durchführung des Prozesses.

Die Unterstützung durch erfahrene Spezialisten verschafft Ihnen die Sicherheit, die Sie in schweren Zeiten brauchen.